Erfahren

Das Volk der Kelten

Willkommen auf den Spuren unserer geheimnisvollen Vorfahren!

Der Keltenspielplatz Marswald ist nicht nur ein Ort zum Toben und Klettern, sondern ein echtes Fenster in eine längst vergangene Zeit. Bevor die Römer kamen oder mächtige Ritter ihre Burgen bauten, war der Steigerwald die Heimat des stolzen Volkes der Kelten. Sie lebten im Einklang mit der Natur, verstanden die Sprache der Bäume und waren Meister des Handwerks.

Schnappt euch eure Familie, öffnet die einzelnen Abschnitte und werdet selbst zu Geschichtsforschern! Hier erfahrt ihr alles über das Leben, die Mythen und die Geheimnisse der alten Kelten, die vor über 2.000 Jahren genau hier ihr Zuhause hatten.

Reist über 2.000 Jahre zurück in die Vergangenheit! Die Kelten waren keine wilden, unzivilisierten Krieger, sondern ein hochentwickeltes Volk von Entdeckern, Händlern und Naturforschern. Sie besaßen ein tiefes Wissen über Heilkräuter, die Sterne und die Jahreszeiten. Auf dem Marswaldspielplatz tretet ihr direkt in ihre Fußstapfen: Findet heraus, wie sie lebten, woran sie glaubten und warum ihre Geschichten bis heute in den alten Bäumen des Steigerwaldes weiterleben.

Die Kelten waren wahre Meister der Handwerkskunst und ihrer Zeit weit voraus! Sie erfanden hochentwickelte Werkzeuge, schmolzen Eisen und errichteten riesige, uneinnehmbare Festungsmauern mit monumentalen Zangentoren. Ihre gemütlichen Langhäuser bauten sie komplett aus Holz, Lehm und Stroh. Sogar ihre heiligen Stätten und geheimnisvollen Hügelgräber könnt ihr in den umliegenden Wäldern noch erahnen. Schaut euch auf dem Spielplatz genau um: Die Kletterelemente und Holzhütten sind genau diesen historischen Bauwerken nachempfunden!

Für die Kelten war die Natur heilig, und Bäume besaßen eine ganz besondere Seele. Sie glaubten fest daran, dass jeder Mensch eine tiefe, magische Verbindung zu einem bestimmten Baum besitzt – je nachdem, an welchem Tag er geboren wurde. Aus diesem alten Naturwissen entstand das keltische Baumhoroskop. Wandert vor Ort durch unseren Baumkreis, findet euren persönlichen Schutzbaum und erfahrt, welche verborgenen Stärken und Eigenschaften der weise Druide Marovidus dem Baum eures Geburtsdatums zuspricht!

Ihr wollt noch tiefer in die echte Geschichte eintauchen? Dann setzt eure Entdeckungsreise im nahegelegenen Schloss Oberschwappach direkt in der Gemeinde Knetzgau fort! Im historischen Kellergewölbe der barocken Schlossanlage erwartet euch eine faszinierende archäologische Abteilung. Dort könnt ihr echte, jahrtausendealte Ausgrabungsfunde, Gefäße und Werkzeuge aus der Vor- und Frühgeschichte bestaunen, die Archäologen hier in der Region aus der Erde geborgen haben.

Wie sah ein Tag im Leben eines Keltenkindes aus? Statt Supermärkten gab es Felder und dichte Wälder. Die Kelten waren clevere Bauern und erfanden fortschrittliche Pflüge und Erntemaschinen. Sie bauten Getreide wie Emmer und Einkorn an, backten Fladenbrot und liebten deftige Eintöpfe mit Wildkräutern. Auch Honig von wilden Bienen war eine begehrte Leckerei. Auf dem Marswaldspielplatz könnt ihr am Rastplatz wie die alten Kelten zusammenkommen und eure eigene Brotzeit genießen!

Der Steigerwald war für die Kelten ein idealer Rückzugsort. Um sich vor Angreifern zu schützen, bauten sie ihre Siedlungen am liebsten hoch oben auf den Bergen der Region. Auf dem nahegelegenen Zabelstein oder dem Knetzberg befanden sich vor über zwei Jahrtausenden mächtige, befestigte Höhenanlagen. Wenn ihr heute durch die Wälder wandert und genau hinschaut, könnt ihr an einigen Stellen noch die alten Erdwälle und Gräben entdecken, mit denen die Kelten ihre Dörfer geschützt haben.

Die Kelten in Franken waren nicht nur im Wald unterwegs, sie nutzten auch das Wasser! Der nahegelegene Main war eine der wichtigsten Autobahnen der Urzeit. Mit stabilen Einbäumen – Booten, die mühsam aus einem einzigen, riesigen Baumstamm gehauen wurden – transportierten sie Waren wie Salz, Keramik und kostbare Metalle. Über den Main waren die Kelten aus unserer Region mit Stämmen in ganz Europa vernetzt und trieben regen Handel.

Die Kelten liebten Farben und Mode! Sie webten bunte Stoffe aus Schafwolle, oft mit Karomustern, die stark an die heutigen Schottenröcke erinnern. Männer und Frauen trugen mit Stolz kunstvollen Schmuck: Berühmt sind die „Torques“ – das waren prachtvolle, offene Halsringe aus Bronze oder reinem Gold, die als Zeichen für Mut und Macht galten. Auch kunstvolle Gewandnadeln (Fibeln) zum Zusammenhalten der Umhänge verzierten sie mit magischen Mustern.

Mehr als nur wilde Krieger

Vor 2.500 Jahren war der Knetzberg im Steigerwald kein stiller Forst, sondern eine belebte keltische Höhensiedlung.

Uns folgen